Sie sind hier: Aktiv vor Ort

Studie zum Kommunalen Klimaschutz vorgestellt

"Dem kommunalen Klimaschutz in Sachsen fehlt es an den richtigen Zielstellungen und abrechenbaren Zwischenziele. Die Emissionen des Flugverkehr werden von den Großstädten ebenso wenig betrachtet wie die aus der stofflichen Nutzung", kritisierte am 29.11.2013 der Nachhaltigkeitsforscher Prof. Felix Ekardt (Leipzig) auf einer Pressekonferenz zur Vorstellungen seiner Studie 'Wo stehen die sächsischen Großstädte beim Klimaschutz'.

Johannes Lichdi, klimapolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, wies ebenfalls auf darauf hin, dass die "Städte ihre CO2-Emissionen schön rechnen" würden. "Leipzig bezieht die Wärmeversorgung der Bevölkerung durch das Kraftwerk Lippendorf nicht in seine CO2-Bilanz ein."

"Dresden, Leipzig und Chemnitz sind Mitglieder der Klimaallianz. Sie gehen über die ungenügenden Zielstellungen dieses Bündnissen nicht hinaus. Die Kommunen müssen ihre Zielstellungen auf Grund der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf ein bis 1,5 Tonnen CO2-Emission je Einwohner bis zum Jahr 2050 schärfen. Ebenso braucht der Freistaat Sachsen endlich ein Klimaschutzgesetz, in dem abrechenbare Ziele und Zwischenschritte beim Klimaschutz in Sachsen festgelegt werden."

Angaben der der Großstädte zu ihren C02-Emiossionen (pro-Kopf-Emissionswert)

  • Dresden: ca. 7,1 Tonnen (2005)
  • Chemnitz: 7 Tonnen (2007), 2002 war ein Tiefstand von gut 6 t pro Kopf und Jahr erreicht worden. Seitdem ist wieder ein Aufwärtstrend zu beobachten
  • Leipzig: 5,75 Tonnen (2008)

Studie ' Chancen und Grenzen kommunaler Klimaschutzkonzepte - Grundprobleme und sächsische Beispiele'

Kleine Anfragen

Generelles Demonstrationsverbot im Zentrum Leipzigs am 2. März 2013 und Polizeieinsatz
KlAnfr Johannes Lichdi GRÜNE 11.03.2013 Drs 5/11464

"Informationsfreiheit in die Verfassung"

Ist die Informationszugangsfreiheit als neues Grundrecht notwendig und sinnvoll? Verbessert das Grundrecht den Zugang zu Verwaltungsinformationen? Erschweren Verwaltungsgebühren und Gerichtskosten die Grundrechtswahrnehmung? Gibt es einen Anspruch auch gegenüber privatrechtlichen Unternehmen? Informationszugang und Informationsverhinderung: Bremst Datenschutz Informationsfreiheit aus? Welche Anwendungen und Technologien fördern den freien Informationszugang zu Behörden? Gibt es Informationszugang zu kommunalen Behörden? Dazu fand eine Diskussion u. a. mit Johannes Lichdi am 25. Juni 2012 in Leipzig statt.  Mehr

„Endlich Palmen – das Klimaschutzkonzept von Leipzig im Gespräch“

Der Arbeitskreis Umwelt- und Klimaschutz von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig lud am 14. März 2012 zu einem Treffen in die Geschäftsstelle des Kreisverbandes in der Hohen Straße 58 ein. Im Mittelpunkt stand das Klimaschutzkonzept der Stadt Leipzig (http://www.leipzig.de/klimaschutz/).  Als Gäste waren Johannes Lichdi und Prof. Dr. Felix Ekardt von der Forschungsgruppe für Klimapolitik und Nachhaltigkeit dabei. Mehr

Leipziger Klimakonferenz am 29. März 2011

Ziel erreicht?- Nein, die Arbeit fängt jetzt erst richtig an!

„Reduktion der einwohnerbezogenen CO2-Emissionen der Stadt Leipzig von 1990 bis 2010 um 50 Prozent.“ – so steht es im Stadt­ratsbeschluss von 2005.

85 Bürgerinnen und Bürger diskutierten auf der Leipziger Klimakonferenz „Leipziger Klima – energetisch korrekt in die Zukunft?“ der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Prof. Felix Ekardt forderte die Stadt auf, dort zu handeln, wo sie Gesetzgebungskompetenz habe. Dazu gehöre die Einschränkung des PKW-Verkehrs und ein Baustopp auf der grünen Wiese am Stadtrand. Jedoch seien auch europäische und globale Schritte zur Rettung des Klimas erforderlich.

Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal stellte auf der Abschlussdiskussion ein neues Energie- und Klimakonzept der Stadt in Aussicht und versprach bessere Möglichkeiten der Bürgerbeteligung. Formal seien die Klimaverpflichtungen aus dem Klimabündnis mit knapp 6 Tonnen pro Kopf zwar erreicht, aber das reiche nicht aus.  Die nächsten praktischen Schritte seien jedoch schwierig wie die Diskussion um die Einführung der Umweltzone gezeigt habe.

Johannes Lichdi mahnte dem entgegen konkrete Beschlüsse und Maßnahmen mit einem ambitionierten Ziel an. Die Stadt könne nicht auf die EU oder den Freistaat warten.

Mehr Informationen zum Programmablauf

Weitere Aktivitäten von Johannes Lichdi hier vor Ort in der 4. Wahlperiode

www.gruene-leipzig.de
www.gruene-leipzig.de