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Freitag, 15. September 2006

Johannes Lichdi: Freistaat muss sich für Problemmüll des Auslands prostituieren, weil Deponien überdimensioniert sind

Lichdi

Es gilt das gesprochene Wort!

(...) 
7.810 Tonnen Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten
Herkunft: Italien

1.034 Tonnen Dämmmaterial, das Asbest enthält
Herkunft: Italien

7.290 Tonnen Bau- und Abbruchabfälle, die gefährliche Stoffe enthalten
Herkunft: Italien

20.155 Tonnen vorgemischte Abfälle, die wenigsten einen gefährlichen Stoff enthalten     
Herkunft: Italien

4.053 Tonnen als gefährlich eingestufte teilweise stabilisierte Abfälle        
Herkunft: Italien 

diese Zahlen sind kein Auszug aus der Abfallbilanz, die 1988 aus dem Westen auf die DDR-Sondermülldeponie Schönberg bei Grevesmühlen gebracht wurden: Sie entstammen unserer Kleinen Anfrage 4/5130, beantwortet am 6. Juni 2006 durch Staatsminister Tillich. 

Und damit wird nur ein Teil der 135.000 Tonnen Müll dokumentiert, der im letzten Jahr aus Italien auf die Deponie Cröbern bei Leipzig gebracht wurde. Damit hat sich die Müllmenge mit der Herkunft Italien zwischen 2001 und 2005 mehr als verdreißigfacht! 

Warum werden gerade hierher hunderttausende Tonnen gefährlicher Abfälle aus Italien gebracht? Die haben dann eine Wegestrecke von meist mehr als 1.000 Kilometern hinter sich.

Vollständigen Wortlaut als PDF-Datei herunterladen:
lichdi_2006-09-15_slt60_top6.pdf

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